Abitur – was nun?

Wie Sie mit Familientherapie Konflikte,

die die ganze Familie betreffen, lösen.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen an Hand von verschiedenen Beispielen beschreiben, wie Sie die Zeit nach dem Abitur ruhig und entspannt gestalten können. Jetzt habe ich Sie in Erstaunen versetzt. In solchen Momenten denken Sie erst einmal an Freude, Stolz, Zufriedenheit und andere schöne Dinge.

Natürlich ist das bestandene Abitur ein Grund zur Freude und zum Feiern. Ihre Tochter oder ihr Sohn (Ich werde im weiteren Verlauf des Artikels immer die weibliche Form benutzen, wenn Sie einen Sohn haben, können Sie gedanklich einfach sie durch er ersetzen.) hat eine gute Leistung erbracht, hat einen Meilenstein für ihr weiteres Leben gesetzt. Ich möchte Ihnen jetzt auch nicht ihre glückliche Stimmung verderben.

Ich möchte Ihnen an Hand von einem Beispiel zeigen, was bei der späteren weiteren Lebensplanung durch welches Verhalten zu Problemen führen kann und wie Sie diese gekonnt umgehen können. Wie Sie bereits aus der Zeit der Pubertät kennen, stimmen die Vorstellungen von Eltern und Jugendlichen nicht immer überein. Das kann bei Eltern und Abiturienten genauso passieren.

Auch wenn ihre Tochter jetzt viel reifer und erwachsener ist, hat sie vielleicht ganz andere Wünsche und Vorstellungen für ihr künftiges Leben, die ihren Erwartungen absolut nicht entsprechen. Das kann zu Problemen, die die ganze Familie betreffen, führen, wenn Sie die konträren Vorstellungen nicht durch gegenseitige Kompromisse, Akzeptanz und Toleranz unter einen Hut bringen.

Viele Eltern haben den Wunsch: „Unser Kind soll es einmal besser haben, als wir.“ Haben Sie sich schon einmal hinterfragt, was Sie genau meinen, wenn Sie sagen „besser haben“.

Meinen Sie damit, ihr Kind soll einen Beruf wählen mit dem es finanziell gut abgesichert ist? Oder denken Sie ihr Kind soll sich in dem angestrebten Beruf wohlfühlen und diesen Beruf mit Freude ausführen? Soll ihr Kind in einem Beruf arbeiten, der Ansehen und Prestige mit sich bringt?

Ihr Kind hat sich inzwischen zu einem jungen Erwachsenen entwickelt. Haben Sie sich die Frage gestellt, was möchte unser „Kind“? Wo liegen seine Interessen, Stärken und Fähigkeiten?

Haben Sie sich mit ihrer Tochter unterhalten, was Sie gerne nach dem Abitur machen möchte? Möchte Sie studieren? Welche Fachrichtung möchte sie beim Studium einschlagen?

Sie haben sich für ihre Tochter gewünscht, dass sie sich für ein Medizinstudium entschließt. Ihre Tochter hat sich für Jura entschieden. Diese beiden Studienrichtungen sind rein zufällig ausgewählt und können durch jeden anderen Studiengang ersetzt werden.

Jetzt sind wir schon mitten im Thema. Das zentrale Thema ist, wie können Sie sich bei konträren Vorstellungen einigen, dass sich alle Beteiligten mit dem Ergebnis wohlfühlen.

Ich werde Ihnen jetzt einen Fall einer Familie schildern, die ihre Schwierigkeiten in meiner Praxis mit einer Familientherapie erfolgreich lösen konnten.

Familie H. kommt zu mir in die Praxis zur Familientherapie. Da die Wahl ihres Sohnes über seinen zukünftigen Studiengang stark von den Vorstellungen seiner Eltern abweicht. Die Eltern sind beide Ärzte und arbeiten zusammen in einer gut laufenden Gemeinschaftspraxis. Sie sind davon ausgegangen, dass ihr Sohn auch Medizin studiert und nach dem abgeschlossenen Studium in die Gemeinschaftspraxis seiner Eltern einsteigt.

Ihr Sohn hat völlig andere Vorstellungen. Er möchte, wie sein langjähriger Schulfreund auch Jura studieren. Er hat ein Kurzzeitpraktikum in der Kanzlei des Vaters seines Freundes absolviert, was ihm sehr gut gefallen hat.

Außerdem argumentiert der Sohn gegenüber seinen Eltern, dass er nicht mit kranken Leuten arbeiten möchte. Er könne sich nicht ständig die leidenden Patienten ansehen.

Die Eltern entgegnen ihm, dass sie durch ihre Arbeit in der gut frequentierten Praxis ihm einen tollen Lebensstandard ermöglicht haben, seine Ausbildung finanziert haben und weiterhin ihm auch das Studium finanzieren werden.

Sie werden ihm auch beim Berufseinstieg helfen, indem er in ihrer Praxis mitarbeiten kann. Bei all diesen Vorteilen, die ein Medizinstudium für ihn hat, verstehen sie nicht, weshalb er sich für das Jurastudium begeistern kann und seine Meinung zu diesem Thema beibehält.

Im Laufe der Familientherapie stellt sich heraus, dass ihr Sohn sich aus dem Abhängigkeitsverhältnis seiner Eltern lösen möchte. Er will sich ein eigenes Leben aufbauen.

Er bedankt sich in einer Familientherapiesitzung sehr förmlich für die bisherige und weitere Unterstützung seiner Eltern. Diese nette Geste ihres Sohnes hat das Eis bei den Eltern gebrochen.

Durch verschiedene Übungen und Denkanstößen in den Gesprächen der Familientherapie wurde den Eltern klar, dass ihr Sohn sich sehr lange an die Vorstellungen seiner Eltern angepasst hat. Er stimmte oft Dingen zu, um den Unstimmigkeiten mit seinen Eltern aus dem Weg zu gehen.

Den Eltern wurde bewusst, dass ihre Paarbeziehung durch die gemeinsame Arbeit in ihrer Praxis stark geprägt ist. Nachdem die Familie step by step gelernt hat ein Familienleben als Privatpersonen zu führen, konnten die Eltern auch dem Berufswunsch ihres Sohnes zustimmen. In der Familientherapie konnten die Eltern und ihr Sohn einige gedankliche Schleifen und Verhaltensmuster entwirren und sich wieder langsam gegenseitig annähern.

Die Eltern haben beschlossen sich in ihrer Gemeinschaftspraxis nicht mehr gegenseitig zu vertreten, sondern die Praxis während ihres Urlaubs zu schließen.

Der Sohn ist glücklich, dass seine Meinung akzeptiert wird. Er wird nun als Diskussionspartner anerkannt und nicht mehr wie ein kleines Kind behandelt.

Beim Abschluss der erfolgreichen Familientherapie haben alle drei Familienmitglieder gesagt, dass sie jetzt eine viel bessere Beziehung zu einander haben und ganz anders mit einander umgehen können. Ihre Lebensqualität habe sich durch die Familientherapie enorm verbessert. Sie fühlen sich jetzt wieder wie eine richtige Familie, da durch ihr empathisches Miteinander Nähe zueinander und Zusammenhalt entsteht.

Nach circa zwei Jahren spricht mich der Sohn in Heidelberg in der Fußgängerzone an. Er berichtet mir, dass ihm das Jurastudium richtig gut gefällt. Er sich richtig engagiert und gute Klausurergebnisse hat. Ich sage zu ihm, der Unterschied zwischen gut und ecxellent liegt darin, dass man in seinem Beruf nur dann ecxellente Leistungen bringen kann, wenn man seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt. Ich habe den Eindruck, er habe diese Leidenschaft für Jura. Der Sohn freut sich über meine Antwort.

Er berichtet mir, er lebe an seinem Studienort in Mannheim mit seinem langjährigen Schulfreund und jetzigem Kommilitonen in einer WG. Er habe einen guten Draht zu seinen Eltern. Sie sprechen offen, respektvoll, empathisch und auf Augenhöhe miteinander. Seine Eltern freuen sich über seine Besuche und halten ihre Tür immer für ihn offen. Sie sind stolz auf seine guten Leistungen beim Studium.

Manchmal erwähnen sie, dass sie einen ganz anderen Umgang zueinander durch die Familientherapie entwickelt haben. Ich freue mich über das positive Feedback und das gute, herzliche Miteinander in der Familie H.

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Mein Name ist Terry Ann Larsen. Ich bin Diplom Sozialarbeiterin (FH) und Familientherapeutin (IGST)

Erfahrungen & Bewertungen zu Terry Ann Larsen

Psychomeda Zertifikat

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