Die Paartherapie

Weshalb eine Paartherapie wirksam ist 

und unter welchen Voraussetzungen

Eine Paartherapie kann ihre Beziehung

spürbar verändern und verbessern

Sie wollen ihre Paarbeziehung stärken, weil Sie sich momentan in ihrer Beziehung nicht wohl fühlen. Die Paartherapie ist eine Art Fortbildung für Sie als Paar. Es ist einfacher ihre Beziehung wieder in die von Ihnen gewünschte Richtung zu bringen, wenn Sie Unterstützung eines Therapeuten (Familientherapeuten, Paartherapeuten, Psychologen) in Anspruch nehmen, da dieser einen Blick von außen einbringt und unparteilich ist. Durch den Blick von außen ist es leichter das verworrene Knäul der Faktoren, die zu ihrer momentanen Beziehungsproblematik geführt haben, zu entwirren.

Warum Paartherapie, Eheberatung von Familientherapeuten, Paartherapeuten und Psychologen wirksam ist

Es ist keine gute Idee Freunde oder Verwandte in ihre Problemlösung ein zu beziehen, da diese immer parteilich sind, weil Sie in ihren Alltag involviert sind. Außerdem haben Freunde und Verwandte nicht den fachlichen Hintergrund, um Sie wirklich hilfreich beraten zu können. Ihr Freundeskreis und ihre Verwandtschaft kann Sie auf andere Art und Weise in der schwierigen Zeit unterstützen, indem sie Ihnen Alltagsarbeiten abnehmen oder auf ihre Kinder aufpassen, wenn Sie Termine für die Paartherapie haben.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Paartherapie sind……….

Voraussetzung für das gute Gelingen einer Paartherapie ist, dass Sie sich als Paar für einen Neubeginn in Ihrer Beziehung entschieden haben. Sie gemeinsam Lösungen finden wollen und bereit sind an ihrer Paarbeziehung und an sich zu arbeiten. Auch müssen Sie beide mit der Wahl ihres Therapeuten einverstanden sein. Wenn sich ein Partner aus emotionalen Gründen beim Therapeuten ihrer Wahl nicht wohlfühlt, müssen Sie den Therapeuten wechseln, da sich der betreffende Partner sonst nicht öffnen kann. Paartherapie hilft Ihnen den verfestigten Kreislauf von gegenseitigen Beschuldigungen zu unterbrechen und wieder ein gegenseitiges Verständnis zu aktivieren.

Wie Sie durch eine gute Kommunikation weniger Enttäuschungen erleben

Sie sind wegen ihrer angespannten Situation nicht mehr in der Lage sich ihre Bedürfnisse mit zu teilen. Ihre Kommunikation ist vorübergehend gestört. Trotz großer Liebe fühlen Sie sich von ihrem Partner immer wieder enttäuscht. Nach dieser erleichternden, beglückenden Erkenntnis können Sie gemeinsam in der Paartherapie Wege kennenlernen, wie Sie ohne in ein Streitgespräch zu geraten ihre Bedürfnisse artikulieren können und wieder zu einer guten Kommunikation zurückkehren.

Wie Sie ihre Kommunikation verbessern können

Gute Kommunikation ist nicht wirklich schwer. Es geht darum, dass Sie ihrem Partner in einem normalen Ton sagen, wie Sie sich im Augenblick fühlen, statt wütend und aggressiv ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.

Es hört sich doch viel angenehmer an, wenn Sie zu ihrem Partner sagen: „Ich bin enttäuscht und traurig, weil Du mir im Haushalt nicht hilfst.“ als gleich los zu poltern; „nie hilfst Du mir. Alles andere ist immer wichtiger. Gestern warst Du nicht einmal einkaufen. Ich soll immer funktionieren. So geht es nicht.“

Sprechen Sie ihre Befindlichkeit an, die Sie bei der nicht erfüllten Erwartung haben ohne ihrem Partner Vorwürfe zu machen.

Grundtenor einer guten Partnerschaft ist nicht zu streiten, Wünsche und Bedürfnisse in einer guten Kommunikation dem Partner mitteilen, nicht über unveränderbare Dinge zu diskutieren, kleine Macken ihres Partners zu akzeptieren, nicht stur sein, Kompromisse eingehen und nicht kritisieren, sondern Lösungsvorschläge finden.

Nach einer gelungenen Paartherapie erleben Sie den Grundtenor einer guten Paarbeziehung

 

Weshalb sich das Paar B. für eine Paartherapie entschieden hat

Das Ehepaar B. kommt zu mir in die Paartherapie, weil sie sich häufig streiten. Der Streit eskaliert und das Paar wird laut. Beide Ehepartner fühlen sich in ihrer Paarbeziehung nicht mehr wohl.

Sie haben sich gemeinsam für die Paartherapie entschieden, weil sie einen Weg finden wollen, wie sie sich wieder besser verstehen können. Sie können ohne professionelle Hilfe den Kreislauf, der sich immer wiederholenden Streitereien nicht unterbrechen.

Beim Erstgespräch der Paartherapie sagen Herr und Frau B. sie seien verzweifelt, hätten aber Hoffnung, dass sie durch den Blick von einer fachlich qualifizierten Therapeutin die momentane Krise überwinden können. Sie seien jetzt auch nervös, da sie nicht wüssten, was in der Paartherapie auf sie zu komme.

Vorgeschichte des Paares B.

Frau B. sagt sie seien seit 7 Jahren zusammen und seit 3 Jahren verheiratet. Herr B. fügt hinzu, er sei aus Österreich. Seine Frau und er haben sich bei einem Urlaub in England kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie haben 2 Jahre eine Fernbeziehung geführt. Nach 2 Jahren sei er zu seiner Frau nach Heidelberg gezogen. Er arbeite im IT-Bereich und habe in der Nähe von Heidelberg bei einer großen Firma eine sehr gute Stelle bekommen. Frau B. ergänzt, sie sei Chefredakteurin bei einem großen Zeitungsverlag in Weinheim und wollte ihre Stelle nicht aufgeben. Herr B. sagt, es sei für ihn kein Problem gewesen nach Heidelberg zu ziehen, da die Stelle hier besser, als seine vorherige Stelle sei.

Sie freuten sich beide über die gemeinsame Wohnung in Heidelberg und seien froh, dass die Fernbeziehung ein Ende hatte. Vor 3 Jahren hätten sie aus Liebe geheiratet und wollten eine Familie gründen. Ihren Kinderwunsch hätten sie immer wieder verschoben, da sie beide 100% berufstätig in leitender Position seien.

Eindrücke über das Paar B. beim Erzählen wie sie sich kennengelernt haben

Bei der Beschreibung ihrer gemeinsamen Geschichte tritt das Ehepaar B. sehr harmonisch und einvernehmlich auf. Ich sage scherzend zu dem Paar, da sie sich jetzt so harmonisch präsentiert haben, könne ich mir gar nicht vorstellen, weshalb sie eine Paartherapie möchten. Herr B. reagiert etwas ungehalten und genervt. Er spricht laut und sagt er habe doch schon gesagt, dass sie sich ständig streiten würden. Ich entgegne ihm, mein Eindruck sei, sie hätten ihr Gespräch sehr einvernehmlich und mit gegenseitiger Unterstützung geführt. Frau B. muss daraufhin auch lachen und sagt, sie habe sich durch das Erzählen ihrer Kennenlernphase wieder in die Stimmung von früher versetzt gefühlt und habe sich völlig entspannt gefühlt. Ihre Probleme hätten erst vor 2 Jahren angefangen. Herr B. ist pikiert darüber, dass seine Frau lacht und sagt, er verstehe wirklich nicht warum sie lache. Er sei traurig über die Veränderungen in ihrer Beziehung. Frau B. sieht ihren Mann erstaunt an und fragt ihn, weshalb es ihn störe, wenn sie die schönen Gefühle ihrer Kennenlernphase wieder spürt. Sie wolle einen gemeinsamen Weg finden, um wieder ein gutes Miteinander auf zu bauen und mehr Lockerheit in ihre Beziehung zu bringen. Herr B. fühlt sich missverstanden. Er wolle Probleme lösen und nicht in alten Gefühlen schwelgen. Auf meine Nachfrage, ob sich Herr B. an seine Gefühle in der ersten Zeit ihrer Beziehung erinnern könne, erwidert er, natürlich. Es war eine tolle Zeit. Ihn störe aber das war. Auch er hätte gerne die tolle Zeit wieder. Er liebe seine Frau, sonst wären sie nicht zur Paartherapie hier. Frau B. lacht glücklich und sagt, es täte ihr gut, wenn sie das im Alltag auch hören würde. Herr B. nimmt seine Frau kurz in den Arm und sagt, das weißt du doch. Frau B erwidert, sie würde es im Alltag gerne spüren und hören. Ich sage zu Herrn B. dass ich seine spontane Reaktion schön finde. Ich Frau B. auch verstehe, da sie sehr gefühlsbetont sei, dass sie das Bedürfnis nach Wärme und Zuneigung habe. Herr B. antwortet, er habe seine Frau schon immer bewundert, weil sie ihre Emotionen gut ausdrücken könne. Er könne seine Emotionen nicht ausdrücken. Ich widerspreche Herrn B. und mache ihn darauf aufmerksam, dass er gerade seine Emotionen tatkräftig und verbal gezeigt habe. Herr B. freut sich über das Lob, sagt aber gleichzeitig, er denke im Alltag mehr auf der Sachebene und weniger auf der emotionalen Schiene.  Frau B. nickt zustimmend. Ich muntere Herrn B. auf und sage es verlange keiner von ihm, dass er ständig über Gefühle sprechen solle. Seine Frau über spontane Gefühlsreaktionen im Alltag glücklich wäre. Zu Frau B. gewandt sage ich, dass sie auch Eigeninitiative ergreifen könne. So falle es ihrem Mann auch leichter seine Emotionen zu zeigen.

Erleichterndes, glückliches Ergebnis für das Paar

Es sei jetzt für sie als Ehepaar doch eine erleichternde, beglückende Erkenntnis, dass sie sich lieben und das Gefühl momentan manchmal durch Streitereien überlagert ist. Herr und Frau B. sind sichtlich erleichtert und sagen fast gleichzeitig, Sie wollen an ihrer Beziehung arbeiten, um solche Momente wieder öfter erleben zu können.

Mit dieser glücklichen Aussage des Paares beenden wir die 1. Sitzung.

 

Stimmungsbarometer des Paares B. bei der 2. Therapiesitzung

Zu Beginn der 2. Sitzung frage ich das Paar B. wie es ihnen in der Zeit zwischen den beiden Sitzungen ergangen sei. Herr B. antwortet, sie hätten fast wegen einer Kleinigkeit gestritten. Sie konnten den beginnenden Streit aber abwenden, indem sie gemeinsam beschlossen hätten das Thema auf die Paartherapie zu vertagen.

Wie die Diskussion in der Paartherapie gut gelöst wird

Frau B. erklärt, sie sei zu einer dienstlichen Feier, zu der die ganze Familie mitkommen könne, eingeladen. Ihr Mann wolle nicht mitkommen, sie wolle nicht immer alleine zu den Feiern gehen. Herr B. bringt sich gleich ein, zum einen könne er mit den Kollegen von seiner Frau nichts anfangen, zum anderen trenne er zwischen Dienst und Privatleben. Seine Frau wisse dies, frage ihn aber bei jeder Feier aufs Neue. Dieses Nachfragen störe ihn, weil es immer die gleiche Diskussion sei. Frau B. sagt, sie würde sich freuen, wenn ihr Mann sie begleiten würde, sie wolle nicht immer alleine erscheinen, weil alle Kollegen in Begleitung kämen. Ich verstehe beide Seiten und frage Herrn B., ob es in seinem Unternehmen auch Feierlichkeiten gäbe zu denen die Angehörigen eingeladen seien.

Herr B. sagte, dass es diese Feierlichkeiten in seinem Unternehmen auch gäbe. Er aber noch nie daran teilgenommen habe. Er möge keine Betriebsfeiern. Für ihn sei es okay, wenn seine Frau an den Events ihrer Arbeitsstelle teil nähme. Er wolle aber nicht mit. Das sei für ihn ein guter Kompromiss. Frau B. sagt, sie würde zu den Feiern im Unternehmen ihres Mannes gerne mitgehen. Herr B. antwortet, dies sei kein Thema, da er selbst weder zu betrieblichen Feiern noch Ausflügen gehe. Er sei halt so. Ich entgegne Herrn B. sie hätten schon einen guten Kompromiss gefunden und sage zu seiner Frau, da ihr Mann auch Feierlichkeiten in seinem Unternehmen meide, habe dies nichts mit der Wertschätzung ihres Mannes gegenüber ihr zu tun und ich frage sie, ob sie eventuell jemand aus ihrem Bekanntenkreis oder ihrer Verwandtschaft mitnehmen könne, da ich auch sie verstehe, dass sie nicht immer alleine zu diesen Anlässen erscheinen wolle. Herr und Frau B. schauen sich erstaunt an und sagen fast gleichzeitig, warum sind wir nicht selbst auf diese Idee gekommen? Frau B. fügt hinzu, sie habe eine Schwester, die von ihrer Schilderung der Feiern immer ganz begeistert sei. Sie würde sie sicherlich gerne begleiten.

Freude des Paares über die gelungene, einvernehmliche Lösung

Herr und Frau B. sind mit der gefundenen Lösung glücklich, da diese Lösung die Bedürfnisse beider Partner erfüllt. So einfach können die Endlosschleifen von Diskussionen in einer Paartherapie unterbrochen werden und für beide Partner eine gute Lösung gefunden werden. Einvernehmliche Lösungen erhöhen die Lebensqualität. Durch eine Paartherapie verbessern Sie ihre Beziehung schrittweise, dass sie wieder von guter Kommunikation, gegenseitiger Wertschätzung, Vertrauen, Offenheit und einem guten Miteinander geprägt ist.

Wie Sie ohne wiederkehrende Vorwürfe gute Lösungen zur Zufriedenheit beider Partner erreichen

Im Verlauf der Paartherapie wird ein weiterer Punkt, der in Streitgesprächen zu großen Verletzungen von Frau B. führt besprochen. Herr B. wirft seiner Frau in eskalierten Streitgesprächen öfter vor, er habe seine Heimat, seine Familie, seine Freunde und seine Arbeitsstelle aufgegeben, um mit ihr eine Familie in Heidelberg zu gründen. Er sei wegen ihr in Deutschland geblieben. Er sage dies sehr vorwurfsvoll, als würde er wegen ihrer Paarbeziehung Schwierigkeiten auf sich nehmen. Er sage auch öfter er würde weggehen. Frau B. macht diese Aussage sehr traurig, da es keine gute Grundlage für eine Paarbeziehung sei, wenn ihr Partner ohne sie außerhalb von Deutschland einen Wohnsitz gründen möchte.

Auf meine Nachfrage, weshalb Herr B. von Deutschland wegziehen möchte, antwortet er, er sage dies nur im eskalierten Streitgespräch, weil er sich von seiner Frau vernachlässigt fühlt, weil sie es nicht zu schätzen wisse, dass er seine Heimat, seine Verwandtschaft, seine Freunde und seine Arbeitsstelle aufgegeben habe. Ich sage zum Paar B., dass gegenseitige Wertschätzung für eine Beziehung wichtig sei und frage Herrn B. weshalb er nach Heidelberg gezogen sei. Er antwortet, seine Frau wollte nicht nach Österreich, sie aber beide keine Fernbeziehung mehr führen wollten. Er sei auch erst nach Heidelberg gezogen, als er eine Arbeitsstelle in der Nähe von Heidelberg gefunden habe. Frau B. bringt ein, ihr Mann habe hier eine Arbeitsstelle in leitender Position bekommen, was er in Österreich nicht hatte. Sie hätte in Österreich keine Möglichkeit gehabt eine ähnlich gute Arbeitsstelle zu finden, wie ihre Stelle in Weinheim. Leider werden Journalisten heut zu Tage nicht mehr fest angestellt, sondern nur als Freelancer beschäftigt. Herr B. gibt zu, dass er seine berufliche Position durch den Umzug in den Rhein-Neckar-Kreis um einiges verbessert habe. Das stimme schon, trotzdem habe er den Eindruck seine Frau würdige seinen Umzug nicht genügend. Frau B. antwortet darauf, er habe 5 Jahre gesagt es gefalle ihm hier. Natürlich habe sie sich gefreut, da sie ihre Arbeit liebe und eine gute Position habe. In Österreich hätte sie wirklich auf freiberuflicher Basis arbeiten müssen und auch zuerst Kontakte aufbauen müssen.  

In Puncto Beruf, sei der Standort Rhein-Neckar-Kreis die bessere Wahl. Von der Logik her sei die Entscheidung für beide gut, Sie sei traurig, über die Drohung ihr Mann wolle sie verlassen und wieder nach Österreich ziehen. Herr B. lenkt ein und meint er sage dies auch nur im Eifer des Gefechtes bei einem eskalierten Streitgespräch. Er liebe seine Frau. Beide wollen ihrer Beziehung verbessern. Der beste Beweis dafür sei, dass sie gemeinsam jetzt bei der Paartherapie seien. Am Anfang hatten sie Kontakt mit seinen Freunden, die alten Freundschaften seien jetzt aber auf Schlafmodus. Nur zu einem befreundeten Ehepaar gäbe es noch regelmäßige Kontakte. Er habe sich hier gut etabliert.

Welche Verhaltensweisen verschlechtern eine Beziehung und führen zu Enttäuschungen?

Frau B. sagt diese Drohung mache sie sehr traurig, Sie wollten beide ihre Beziehung retten und wieder glücklich miteinander leben. Ich bestätige Frau B. man könne mit Drohungen, Druck und Verhaltensweisen, die den Partner traurig stimmen und verletzen keine Beziehung verbessern. Drohungen seien ein Zeichen von Schwäche und gehören in keine Beziehung, da eine Beziehung auf Vertrauen, Offenheit und Gleichberechtigung aufgebaut wird.

Wie Entschuldigungen, versöhnliche Gesten und Emotionen die Situation entspannen

Frau B. stimmt mir zu und fügt ein, für sie sei diese Drohung besonders schlimm, weil sie von ihrer Mutter oft mit Liebesentzug bestraft wurde. Sie fühle sich gerade in dieser Partnerschaft so wohl, weil sie sich lieben und sie sich auf ihren Mann verlassen könne. Herr B. entschuldigt sich für seine ausgesprochenen Drohungen und zeigt Verständnis für die Gefühle seiner Frau. Er nimmt sie kurz in den Arm und sagt dabei freundlich, er habe auch nicht gewusst, dass seine Frau mit Liebesentzug bestraft wurde. Frau B. erwidert, sie habe ihm sehr viel von sich erzählt, diesen Punkt aber nie erwähnt, da dies ihre schwächste Stelle sei und sie diese Verletzung nie mehr erfahren wolle. Alte Wunden solle man ruhen lassen nachdem sie verarbeitet seien.

 Lösungsvorschläge einbringen, führt zu einvernehmlichen Ergebnissen

Ich stimme Frau B. zu und frage das Paar B. welche Lösungsvorschläge sie zu dem Thema „Deutschland verlassen“ hätten. Herr B. habe sich für seine Drohung entschuldigt, wodurch aber der künftige Umgang mit dem Thema noch nicht gelöst sei. Frau B. sagt sie habe das Gefühl ihr Mann sei sich der Tragweite ihrer Problematik jetzt bewusst und sieht ihn dabei fragend an. Er antwortet, er habe nicht gewusst, dass seine Frau diese Aussage als Bedrohung sieht. Sie habe zwar beim Streitgespräch geweint, da sie wegen Kleinigkeiten auch weine, habe er seine Aussage nicht als so tragisch eingestuft. Ihm wurde die Tragweite seiner Aussage erst jetzt im gemeinsamen Gespräch bewusst. Ich frage Herrn B. ob er sich vorstellen könne das Thema mit der heutigen Sitzung abschließen zu können. Er habe auch gesagt, er sei mit der Wohnsituation in Heidelberg zufrieden. Frau B. bringt sich spontan ein und sagt es sei ihr größter Wunsch das Thema mit der heutigen Sitzung zu beenden. Herr B. antwortet, die Wohnung sei okay. Beide hätten ein Arbeitszimmer und ein Zimmer, welches später als Kinderzimmer eingerichtet werden könne sei auch vorhanden. Ich frage Herrn B. direkt, ob er bereit sei das Thema ad acta zu legen oder er es jetzt noch vertiefen möchte. Herr B. stimmt zu mit dem heutigen Gespräch das Thema zu beenden. Frau B. sagt sie sei erleichtert, erfreut und gerührt über das Verständnis ihres Mannes. Sie habe die ganze Gefühlspalette gleichzeitig.

In dieser Therapiesitzung hat das Paar die größte Hürde ihrer Paarproblematik überwunden

Ich sage abschließend, dass dieses Thema die größte Hürde in ihrem Knäuel von Verflechtungen gewesen sei und beglückwünsche sie zu ihrer erleichternden, einvernehmlichen Lösung. Mit der heutigen Sitzung hätten sie einen Meilenstein für eine erfolgreiche systemische Paartherapie geebnet.

Herr B. fügt hinzu er werde sich in der nächsten Woche Donnerstag und Freitag frei nehmen, da seine Frau da Urlaub habe, um gemeinsam ein verlängertes Wochenende mit viel Zeit für einander zu verbringen.

Wege zu einer guten Kommunikation

Beim nächsten Termin der Paartherapie stelle ich verschiedene Möglichkeiten vor, wie gute Kommunikation gelingen kann. Z.B. durch aktives Zuhören, seine Gefühle und Bedürfnisse in Ich-Botschaften ausdrücken, auf Mimik und Gestik achten, die Gefühle des Gesprächspartners wahrnehmen, sich gegenseitig Wertschätzung zeigen, vertrauensvoll und offen mit einander sprechen und eine lockere ungezwungene Atmosphäre schaffen.

Nach jedem Tipp üben wir an konkreten Beispielen die Theorie, was zu einer entspannten Atmosphäre führt. Das Paar B. sagt in der heutigen Sitzung hätten sie sehr viel Input bekommen, weshalb sie heut ganz besonders die Sitzung zu Hause nochmals reflektieren wollten. Sie hätten an mehreren Beispielen erkannt, wie sie normale Diskussionen führen können, ohne in ein Streitgespräch zu geraten.

Das Paar B. ist glücklich, da sie sich wieder locker unterhalten und diskutieren können

Bei der nächsten Paartherapie sagt Frau B. sie hätten gemeinsam noch einige Übungen zur guten Kommunikation durchgeführt. Der Ernstfall einer dringenden Problemlösung sei noch nicht eingetreten.  Die Tipps helfen ihnen aber auch im Alltag. Sie könnten jetzt viel ungezwungener und lockerer mit einander reden. Herr B. kommentiert, dass sie seit Beginn der Paartherapie nicht mehr gestritten hätten. Ihre Beziehung sei viel entspannter. Frau B. lobt ihren Mann, da er sich zu Hause mit ihr über die Themen der Paartherapie unterhalte und sie wieder viel mehr Nähe in ihrer Paarbeziehung spüre. Herr B. sagt, sie nehmen sich jetzt bewusst mehr Zeit für einander, da sie bei dem gemeinsam verbrachten, verlängertem Wochenende beide das Gefühl hatten ihre Beziehung habe sich verbessert. Frau B. ergänzt, sie seien jetzt wieder ein Paar und beziehen sich mehr in ihren Alltag ein. Sie hätten wieder das Wir-Gefühl gefunden. Sie könnten sich zusammen über die tollen Zeiten ihrer Kennenlernphase unterhalten und hätten dabei auch viel gelacht. Sie habe das Gefühl sie könnten sich gegenseitig motivieren und Kraft geben. Herr B. sagt ganz spontan, er habe den Eindruck er und seine Frau würden die gemeinsamen Gespräche und Aktivitäten wieder viel mehr genießen und schätzen. Er freue sich, dass die Paartherapie so erfolgreich war und sie wieder eine gute vertrauensvolle Beziehung hätten. Frau B. bedankt sich und sagt sie fühle sich richtig glücklich. Sie sei viel ausgeglichener. Ihr Mann gebe ihr das Gefühl sie sei wichtig in seinem Leben. Auch sie zeige ihm durch Zuneigung und Aufmerksamkeiten, dass er für sie wichtig sei. Sie gehen jetzt auf einander ein und nehmen sich Zeit für einander.

Erfolgreicher Abschluss der Paartherapie

Ihre Lebensqualität habe sich durch das einfühlsame Miteinander und ihrer guten Paarbeziehung sehr verbessert. Herr B. stimmt seiner Frau zu und sagt, er fühle sich jetzt auch wieder glücklich und zufrieden in Ihrer Beziehung. Er sei über die positive Entwicklung froh. Sie hätten beide das Gefühl, dass ihr Leben gemeinsam schöner und besser sei. Der Zusammenhalt in lockerer Atmosphäre sei für beide gut und schön.

Ich freue mich für das glückliche Paar und über das Lob für meine Arbeit. Das Paar B. hat jetzt den Grundtenor einer guten Paarbeziehung erreich. Durch die Paartherapie gelingt dem Paar B. ein guter Neustart ihrer Beziehung.

Peace, why not now?

Zu meinem Beratungsangebot  „Eheberatung-Paartherapie“ 

Mein Name ist Terry Ann Larsen. Ich bin Diplom Sozialarbeiterin (FH) und Familientherapeutin (IGST)

Psychomeda Zertifikat

Mitglied im DBSH

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