Partner mit Kind kennengelernt? 

Wie Sie eine Win-Win-Situation schaffen

Auch dieses Thema müssen Sie von verschiedenen Perspektiven betrachten. Es gibt zum einen schon einmal mehrere Möglichkeiten, wie Sie in die Lage gekommen sind einen Freund mit Kind kennen gelernt zu haben. Wussten Sie, dass ihr zukünftiger Partner ein Kind hat und haben Sie sich bewusst dafür entschieden oder sind Sie in die Situation hineingeschlittert?

Mit hineingeschlittert meine ich, dass ihr Partner Sie nicht gleich von Anfang an darüber informiert hat, dass er ein oder mehrere Kinder aus einer früheren Beziehung oder Ehe hat. Machen Sie ihrem Partner wegen seines Verhaltens bitte nicht gleich Vorwürfe. Er war sich ja bei den ersten Treffen auch noch nicht sicher, ob Sie seine zukünftige Partnerin für eine Langzeitbeziehung werden. Er musste auch zuerst abwarten und schauen, wie seine Chancen bei Ihnen stehen. Er wollte einfach nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.

Wie auch immer Sie ihren Partner mit Kind kennengelernt haben spielt im weiteren Verlauf keine Rolle mehr, wenn Sie sich für diese Beziehung entschieden haben. Eine Paarbeziehung mit Partner mit Kind unterscheidet sich wesentlich von einer Paarbeziehung ohne Kind, da nicht nur zwei Personen betroffen sind, sondern vier. Sie, ihr Partner, die Mutter des Kindes und das Kind müssen alle unter einen Hut gebracht werden. Dies bedeutet, dass viele Absprachen nötig sind.

Die kleinen Unterschiede, ob ihr Partner ein Wochenend- und Ferien-Papa ist, ob das Kind seinen festen Wohnsitz bei ihm hat oder ob das Kind zu 50% bei ihm lebt und zu 50% bei der Mutter, haben einen großen Einfluss auf ihre Paarbeziehung.

Allerdings bleibt eins bei allen Varianten immer gleich. Sie haben von Anfang an keine Paarbeziehung, bei der Sie sich auf ihren Partner konzentrieren können und spontan unbeschwert Aktivitäten unternehmen können. Ohne dass Sie sich bewusst für eine Familie entschieden haben, ist das Kind bereits da. Sie sind jetzt eine Patchworkfamilie. Sie haben quasi die erste Phase einer Paarbeziehung übersprungen. Selbstverständlich hat das Alter des Kindes, dessen Selbständigkeit und die dazu gehörige Mutter eine große Auswirkung auf ihre Paarbeziehung.

Ihnen schießen jetzt wahrscheinlich einige Fragen durch den Kopf.

Wann nehmen Sie Kontakt zum Kind auf?
Wie nehmen Sie Kontakt zum Kind auf?
Wie kann ihr Partner das Kind auf Sie vorbereiten?
Was machen Sie bei dem ersten Treffen mit dem Kind?
Wie wird das Kind auf Sie reagieren?
Wie wird die Mutter des Kindes auf Sie und die neue Situation reagieren?
Wie werden Sie sich mit der Mutter des Kindes verstehen?
Welche Rolle werden Sie beim Kind und bei der Mutter des Kindes haben?
Wie können Sie trotz der verschiedenen Anforderungen mit Kind und Mutter des Kindes eine gute Paarbeziehung aufbauen?
Was können Sie und ihr Partner zu einer guten Stimmung beitragen?

Für einen guten Start in ihre Paarbeziehung kann ich Ihnen Tipps aus meiner Erfahrung in der Familienhilfe24, als systemische Familientherapeutin und systemische Paartherapeutin geben. Sie erhalten Tipps und ein step- by- step Programm, wie Sie gemeinsam mit ihrem Partner die Vorschläge umsetzen können.

Sie müssen nicht alle Fragen auf einmal lösen. Das richtige Timing spielt eine große Rolle, um eine angenehme, entspannte Beziehung zu allen Beteiligten auf zu bauen.

Step-by-step Programm für ein gutes Gelingen ihrer Beziehung, wenn ihr Partner sich bereits um ein Kind aus einer anderen Beziehung oder Ehe kümmert. Dieses step-by-step Pogramm bezieht sich auf Kleinkinder und jüngere Kinder.

Sie können sich Zeit lassen bis Sie das Kind ihres Partners kennenlernen, bzw. erst, wenn Sie und ihr Partner sich ganz sicher sind, dass sie beide miteinander eine langfristige Paarbeziehung möchten, sich als Paar gut verstehen und ihre Beziehung über einen längeren Zeitraum stabil halten können. Es wäre für das Kind schlecht, wenn es sich auf eine neue Bezugsperson einlässt und der Kontakt zur neuen Bezugsperson wieder abbricht. Da das Kind durch die Trennung seiner Eltern schon vorbelastet ist, wäre eine erneute Trennung einer wichtigen Bezugsperson für die weitere Entwicklung des Kindes schädlich.

Also können Sie in der Anfangsphase ihrer Paarbeziehung noch die Beziehung als Paar genießen. Sie können zwar ihre Aktivitäten nicht ganz so spontan gestalten, da sich ihr Partner um sein Kind kümmert. Mit guten Absprachen miteinander können Sie von der Kennenlernphase bis zur stabilen Paarbeziehung ihre Zweisamkeit genießen. Es macht keinen Sinn die Pferde vorher schon scheu zu machen.
Führen Sie trotz der Verpflichtung ihres Partners eine gute, harmonische Paarbeziehung über einen längeren Zeitraum, ist der Zeitpunkt gekommen mit seinem Kind Kontakt aufzunehmen.

Jetzt können Sie gemeinsam mit ihrem Partner intensiv darüber reden, wie er der Mutter seines Kindes seine neuen Lebensumstände erklärt und wie er das Thema „kennenlernen des Kindes mit seiner neuen Partnerin“ besprechen kann. Für diese Gespräche braucht ihr Partner ganz viel Fingerspitzengefühl, weil es sich hier wirklich um Themen handelt, die ganz sensibel angesprochen werden müssen.

Die Mutter des Kindes darf nicht das Gefühl bekommen, dass Sie künftig die Mutterrolle übernehmen möchten. Ihr Partner muss mit der Mutter des Kindes sehr einfühlsam sprechen, damit bei ihr keine Gefühle von Angst oder Bedrohung entstehen. Es ist wichtig ihr gleich zu sagen, dass die Situation des Kindes so bestehen bleibt, wie sie geregelt ist und praktiziert wird. Durch diese Einleitung entstehen keine Missverständnisse und es kommen keine unnötigen Ängste oder Befürchtungen bei der Mutter des Kindes auf.

Das Gespräch führt ihr Partner alleine mit der Mutter des Kindes. Weder Sie noch das Kind sollen bei diesem Gespräch anwesend sein. Das Gespräch gelingt am besten in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre. Nur so kann ein vertrauensvolles offenes Gespräch entstehen.

Nachdem ihr Partner seine neuen Lebensumstände der Mutter des Kindes gesagt hat und ihr erklärt hat, dass er keine neuen Regelungen bezüglich der Wohnverhältnisse des Kindes möchte, können die Eltern des Kindes gemeinsam ausdiskutieren, wie sie ihr Kind auf das Treffen mit Ihnen vorbereiten können.
Für das Kind ist es ganz wichtig, dass die Eltern gemeinsam das Ergebnis ihrer Diskussion dem Kind mitteilen. Je nach Alter des Kindes und wie es die Neuigkeiten aufgenommen hat, können auch mehrere vorbereitende Gespräche nötig sein.

Die Unterhaltung mit dem Kind soll kindgerecht und altersgemäß geführt werden. Bei jüngeren Kinder ist es okay, wenn Sie dem Kind mit ihren eigenen Worten sinngemäß sagen, dass der Papa mit einer festen Freundin zusammen ist. Die Freundin ihn kennenlernen möchte. Sie mit ihm reden, spielen und lachen möchte.

Kinder reagieren unterschiedlich auf solche Informationen. Aufgeschlossene, extrovertierte Kinder sind meistens neugierig auf die neue Partnerin, introvertierte Kinder reagieren eher zurückhaltend bis hin zu ängstlich. Natürlich kommen immer mehrere Komponenten zusammen. Zum einem ist das Wesen und die Art und Weise, wie ein Kind mit Veränderungen umgeht ausschlaggebend, zum anderen kommt es auch darauf an, wie gut die Eltern ihr Kind motivieren können. Hilfreich für ein gutes, erstes Treffen ist es, wenn die Eltern das Kind auf die neue Partnerin neugierig machen können.

Um eine Win-Win-Situation für alle zu schaffen, in der sich alle Beteiligten wohlfühlen können, darf sich niemand unter Druck gesetzt fühlen. Sie dürfen ihren Partner nicht unter Druck setzen, ihr Partner darf die Mutter des Kindes nicht unter Druck setzen. Selbstverständlich darf das Kind keinen Druck spüren. Das Kind soll im Mittelpunkt stehen und das Gefühl haben, dass jetzt etwas Gutes passiert.
Hier ist wirklich Geduld, Einfühlungsvermögen und Gelassenheit nötig. Wie schon das alte, deutsche Sprichwort sagt: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Nehmen Sie sich Zeit für ein gutes, entspanntes Miteinander.

Haben Sie bei allen einzelnen Schritten eine einvernehmliche Lösung finden können, steht dem Treffen mit dem Kind ihres Partners nichts mehr im Weg. Nachdem ihr Partner die Lieblingsbeschäftigungen seines Kindes ausgewählt hat, können Sie sich auf das Kennenlernen seines Kindes freuen. Je lockerer und entspannter Sie auf das Kind zugehen, um so einfacher wird die Kontaktaufnahme. Außerdem sind Sie nicht alleine, ihr Partner kann Ihnen jeder Zeit Hilfestellung geben.

Wenn Sie auf diesem Weg Unterstützung wünschen, begleite ich Sie gerne. Nehmen Sie mit mir Kontakt in der Familienhilfe24 auf, gemeinsam finden wir die passende Lösung für Sie.

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Mein Name ist Terry Ann Larsen. Ich bin Diplom Sozialarbeiterin (FH) und Familientherapeutin (IGST)

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