Durch Familientherapie lernen, wie Sie Frustrationen, Ärger oder Verstimmungen abbauen können ohne andere Familienmitglieder zu belasten

Wie Sie sich wieder in eine gute Stimmung versetzen können ohne Missverständnisse bei ihrem Partner oder anderen Familienmitgliedern auszulösen

Das folgende Kapitel der Familientherapie von Frau K. und Herrn L. mit seinen Eltern handelt davon, wie jedes Familienmitglied seinen Ärger, in einer für die betreffende Person am besten geeigneten Art abbauen kann, ohne Missverständnisse bei anderen Familienmitgliedern auszulösen. Da dieses Thema bei jedem einzelnen Familienmitglied besprochen wird, können diese Gespräche sich über mehrere Sitzungen ausdehnen.

Nach der Begrüßung frage ich die Familie, wie sie die Zeit zwischen den Familientherapiesitzungen verbracht haben.

Herr L. sagt: „Ich kann jetzt meinen „Ferienjob“ beim Steuerberater beginnen. Der Steuerberater bekommt eine Fachkraft in sein Team und ich einen „Ferienjob“. Das ist eine perfekte Win – Win – Situation für beide. Ich habe mich wieder richtig wohl dort gefühlt. Das Betriebsklima ist einfach sehr angenehm und die Arbeit ist für mich interessant. Ich fühle mich jetzt wieder richtig gut und zufrieden, da ich den ganzen unnötigen Stress nicht mehr habe.“

Ich erwidere: „Das ist doch eine wesentliche Veränderung. Sie haben jetzt vorübergehend wieder eine Arbeit, die Sie erfüllt. Sie fühlen sich im Team wohl. Sie haben keinen unnötigen Stress. Sie haben ihre Zulassung für ihr Studium. Sie fühlen sich zufrieden und es geht Ihnen gut. Auf mich machen Sie einen ausgeglichenen Eindruck.“

Herr L. antwortet: „Ich kann auch wieder richtig gut und konzentriert arbeiten.“

Frau K. fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass wir die hier besprochenen Lösungen so gut und auch relativ schnell verwirklichen können.“

„Sie arbeiten auch richtig gut mit und setzen die Lösungen in ihrem Alltag um.“

Ich frage nach, ob wir nun in das Thema der Übung, auf die Sie sich zu Hause vorbereitet haben übergehen können. Das Thema lautet: Wie können Sie Frustrationen und Ärger abbauen, den Sie sich in einer bestimmten Situation außerhalb ihrer Familie geholt haben.

Die Mutter von Herrn L. möchte beginnen, was mich erstaunt, da sie sich bisher sehr ruhig und zurückhaltend in der Familientherapie verhalten hat.

Die Mutter beginnt: „Wir haben uns nochmals zu Hause zusammengesetzt und beraten, wie die Übung gemeint ist. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir beschreiben sollen, wie wir uns wieder in eine gute Stimmung versetzen können, wenn wir uns außerhalb der Familie durch eine unangenehme Situation Frustrationen eingefangen haben.

Mit persönlich hilft es schon viel, wenn ich mit jemanden das Thema besprechen kann. So zu sagen, mir den Ärger von der Seele reden kann. Deshalb habe ich mich in der letzten Sitzung auch sehr über ihren Vorschlag gefreut, die Familie über das Ereignis zu informieren. So kann ich mir den Frust von der Seele reden und meine Familie kann nachvollziehen, weshalb ich verstimmt bin.

Für mich selbst kann ich mich auch gut entspannen, wenn ich mich einfach kurz ausheule.“

Ich bemerke die leichte Unsicherheit in der Stimme der Mutter und gehe auf sie ein: „Das ist doch völlig okay. Durch das Weinen spülen Sie wirklich den Ärger aus ihren Körper. Sie können diesen Effekt noch zusätzlich verstärken, indem Sie sich vorstellen, dass ihr Ärger sich jetzt in den Tränen befindet und mit jeder Träne ihren Körper und ihre Gefühle verlässt.“

Die Mutter ist jetzt sichtlich erleichtert und sagt zu ihrer Familie gewandt; „Ich bin jetzt richtig froh, dass mein Weinen hier offiziell für gut befunden wird. Ich habe mich schon zu oft als „Heulsuse“ bezeichnen lassen müssen.“

In diesem Moment bestärke ich die Mutter nochmals positiv: „Niemand kann bestimmen was Sie fühlen und wie Sie auf dieses Gefühl reagieren. Sie verletzen niemanden durch ihr Weinen. Sie fühlen sich dadurch erleichtert und besser.

Jeder kann ganz eindeutig feststellen, dass Sie sich schlecht fühlen, wenn er Sie weinen sieht. Ich finde es wirklich unangemessen Sie dann zusätzlich noch durch eine dumme Bemerkung zu belasten.“

Die Mutter blüht richtig auf und spricht mit Stolz weiter; „Ich habe auch noch andere Methoden mich in eine gute Stimmung zu versetzen. Ich mache es mir gemütlich und fange an zu malen. Ich male in diesen Momenten auch keine traurigen Bilder. Ich benutze dann sehr oft viele bunte Farben.“

Ich entgegne der Mutter: „Da haben Sie gleich einen guten Doppeleffekt. Durch ihre kreative Tätigkeit entspannen Sie sich und gleichzeitig können Sie sich über ihre schönen Bilder freuen.“

Die Mutter antwortet mir: „Malen ist mein Hobby. Ich drücke gerne Gefühle in Bildern aus.“

Herr L. schaltet sich in das Gespräch ein: „Meine Mutter ist da wirklich sehr erfolgreich. Sie macht seit mehreren Jahren Ausstellungen mit ihren Bildern. Ihre Ausstellungen sind im Laufe der Jahre immer größer geworden.“

Die Mutter freut sich über das Lob ihres Sohnes.

Frau K. ergänzt: „Meine Schwiegermutter hat sogar einen ganz tollen Kunstkalender mit ihren Bildern erstellt.“

Die Mutter strahl nach diesen positiven Bemerkungen ihres Sohnes und Frau K. ein richtig gutes Selbstvertrauen aus. Sie fragt mich: „Interessieren Sie sich auch für Kunst? Ich kann Ihnen zur nächsten Familientherapie einen Kunstkalender mit von mir gemalten Bildern mitbringen. Ich hoffe das dies für Euch okay ist.“ Sagt sie an ihre Familie gewandt. Die Familie ist damit einverstanden.

Ich antworte: „Ich freue mich darüber. Danke. Ihr Kunstkalender bekommt einen schönen Platz in meinem Büro. So können sich gleich viele Leute ihre Bilder ansehen und sich darüber freuen.

Jetzt möchte ich mit Ihnen nochmals auf das Thema „Heulsuse“ eingehen.“

Der Vater meldet sich gleich zu Wort.: „Ich fühle mich da angegriffen.“

Ich frage zurück: „Wieso fühlen Sie sich angegriffen, wenn jemand ihre Frau als „Heulsuse“ bezeichnet? Was für Gefühle haben Sie in diesem Moment? Möchten Sie ihrer Frau helfen? Möchten Sie sie beschützen?“

Der Vater antwortet: „Sie haben mich falsch verstanden. Ich fühle mich von meiner Frau angegriffen, indem Sie immer wieder dieses Thema anspricht.“

Ich bespreche mit dem Vater in einer ruhigen Diskussion: „In diesem Moment fühlt sich ihre Frau von Ihnen verletzt, weil Sie sie als „Heulsuse“ betiteln, statt sie zu trösten. Durch ihre Bemerkung belasten Sie ihre Frau zusätzlich.

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass sich ihre Frau traurig, verzweifelt und unwohl fühlt, da sie weint. Ihre Frau braucht Empathie, Verständnis und liebevolle Zuwendung, um sich wieder beruhigen zu können.“

Die Mutter stimmt mir zu.

Der Vater antwortet mir: „Ich will meine Frau nicht verletzen. Ich möchte nur, dass Sie aufhört zu heulen.“

Die Mutter entgegnet ihm: „Hör auf zu heulen oder „Heulsuse“ wirkt absolut nicht beruhigend auf mich.“

Ich unterbreche den Disput des Elternpaares: „Durch ihre gegenseitigen Vorwürfe verbessert sich ihre Stimmung nicht. So eskaliert die Situation zu einem Streit. Jetzt sind wir wieder an dem Punkt der Übung angekommen auf den Sie sich zu Hause vorbereitet haben.“

An die Mutter gewandt sage ich: „Sie können z.B. ihrem Mann erzählen, weshalb Sie sich gerade so genervt fühlen.“

Zum Vater sage ich: „Sie können ihre Frau fragen was passiert ist ohne eine Bewertung des Verhaltens ihrer Frau vorzunehmen.“

Die Mutter antwortet mir: „Ich habe das Problem, dass ich nah ans Wasser gebaut habe. Ich wurde als Kind oft gehänselt, weil ich viel geweint habe. Ich bin in diesem Punkt wirklich sehr sensibel.“

Der Vater lenkt ein: „Ich fühle mich in diesem Punkt sehr unsicher und hilflos.“

Ich frage das Elternpaar: „Wie fühlen Sie sich jetzt mit dieser Lösung, dass Sie sich gegenseitig fragen, wie es Ihnen geht? Welches Ereignis die Emotionen bei Ihnen ausgelöst hat?“

Die Mutter antwortet spontan: „Für mich ist diese Lösung für heute gut. Ich würde in der nächsten Therapie gerne noch mehr über das Thema sprechen, um die alten angestauten Gefühle zu verarbeiten.“

Ich frage die ganze Familie. „Ist es für alle Familienmitglieder okay die nächste Therapiesitzung als Paartherapie für das Elternpaar zu planen?“

Frau K. antwortet: „Für mich ist das auf jeden Fall in Ordnung. Wir haben eine sehr gute Beziehung und keinen akuten Klärungsbedarf. Ich finde es viel wichtiger, dass die alten angestauten Probleme, mit denen ihr Euch immer wieder auseinandersetzt, geklärt werden und verarbeitet sind.“

Herr L. stimmt seiner Partnerin zu. Er sagt in einem aufmunternden Ton zu seinen Eltern: „Wir haben Euch gebeten an der Familientherapie teilzunehmen, ihr habt uns durch eure Zustimmung und tollen Mitarbeit sehr geholfen. Jetzt ist es für uns völlig klar, dass ihr den Vortritt habt, nun für Euch etwas Gutes zu tun.“

Frau K. ergänzt noch: „Wir können aus unserer Erfahrung sagen, dass eine Paartherapie wirklich hilft. Ihr habt das ja bei uns mitbekommen.“

Die Mutter antwortet: „Ich bin wirklich froh, wenn dieses Thema endlich verarbeitet ist und ich es nie mehr ansprechen muss.“

Der Vater gibt jetzt auch seinen Kommentar ab: „Für mich ist es ein komisches Gefühl jetzt auf einmal selbst zur Therapie zu gehen. Ich habe es so empfunden, dass wir mehr als Unterstützung für Euch dabei waren.“

Ich erinnere den Vater kurz: „In der Familientherapie haben Sie auch eine gute Verarbeitung in Punkto Wahl des Studienfaches ihres Sohnes erarbeitet.“

Der Vater antwortet: „Ja, das stimmt. Ich möchte auch Anregungen und Ideen erhalten, wie ich mich künftig besser in bestimmten Situationen verhalten kann. Ich möchte auch gute Lösungen für die ganze Familie finden.“

Alle Familienmitglieder stimmen nun zu, dass die Eltern zur nächsten Sitzung alleine zur Paartherapie kommen.

Hier gelangen Sie zu meinem Beratungsangebot Familientherapie

Interessieren Sie sich für den ganzen Therapieverlauf des Paares Frau K. und Herrn L. und den Eltern von Herrn L., können Sie dies in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Kapitel 1

Lösungen durch eine Kombination aus Paartherapie und Familientherapie erhalten

Wie Sie einvernehmliche Lösungen und eine gute, glückliche Beziehung für ihren neuen Lebensabschnitt durch eine Kombination aus Paartherapie und Familientherapie finden

 

Kapitel 2

Paartherapie und Familientherapie helfen Ihnen eine gute Kommunikation miteinander zu führen

So können Sie miteinander einvernehmliche Lösungen in einem ruhigen, entspannten Dialog finden

 

Kapitel 3

Durch Familientherapie erhalten Sie gute Lösungen, die ihre ganze Familie betreffen

Familientherapie führt zu guten Beziehungen miteinander und bringt Entspannung in ihr Familiensystem

 

Kapitel 4

Durch Familientherapie können Sie ihr Familiensystem stärken

Wie Sie durch ein verständnisvolles Miteinander, die in der Familientherapie besprochenen Lösungen gut verwirklichen können

 

Kapitel 5

Durch Familientherapie lernen, wie Sie Frustrationen, Ärger oder Verstimmungen abbauen können ohne andere Familienmitglieder zu belasten

Wie Sie sich wieder in eine gute Stimmung versetzen können ohne Missverständnisse bei ihrem Partner oder anderen Familienmitgliedern auszulösen

 

Kapitel 6

Wie sich eine Familientherapie auch positiv auf ihre Paarbeziehung auswirkt

Nach Absprache mit der ganzen Familie angestaute Themen mit dem Paar in der Paartherapie lösen

 

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Mein Name ist Terry Ann Larsen. Ich bin Diplom Sozialarbeiterin (FH) und Familientherapeutin (IGST)

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