Durch Familientherapie lernen, wie Sie Ärger abbauen, den Sie sich außerhalb oder innerhalb ihrer Familie geholt haben
Wie Sie wieder freundlich und nett aufeinander zugehen und eingehen können.
Die ganze Familie erscheint in entspannter Stimmung zur Familientherapie. Die Familie berichtet, dass sie eine gute Zeit zwischen den familientherapeutischen Sitzungen verbracht hat. Die Kurzzeitpaartherapie hat sich positiv bei dem Elternpaar bemerkbar gemacht.
Nun können wir an die letzte Sitzung anknüpfen und das Thema:

Wie können Sie Frustrationen und Ärger abbauen, den Sie sich außerhalb ihrer Familie geholt haben?

fortsetzen, da sich noch nicht alle Familienmitglieder dazu geäußert haben.

Der Vater beginnt: „Da meine Frau ihre Vorstellungen dazu schon gesagt hat, möchte ich heute anfangen.“

Frau K. und Herr L. stimmen zu.

Der Vater sagt: „Auch ich finde es gut, wenn ich meiner Frau erzählen kann, wie und wodurch ich mir den Frust geholt habe. Ich möchte keine Lösung durch das Gespräch, sondern zuerst die Information weitergeben, dass meine schlechte Stimmung nichts mit meiner Frau zu tun hat. Anschließend erzähle ich ihr weshalb ich mich geärgert habe.

Mir tut es gut, wenn ich mir Bewegung verschaffe. Ich gehe gerne zum Joggen. Da meine Frau keine Lust zum Joggen hat, gehe ich alleine joggen. Ich kann vorher nicht genau sagen, wie lange es dauert bis sich meine Stimmung verbessert hat. Meine Familie kennt mein Verhalten in solchen Situationen schon gut. Sie wissen alle, dass ich mich wieder beruhigt habe, wenn ich nach Hause komme.

Ich nehme dann noch zur Entspannung ein warmes Bad. Danach freue ich mich auf Kaffee, Tee und Vollkornkuchen mit meiner Frau. Bei Kaffee, Tee und Vollkornkuchen können wir uns gut entspannen und uns über unsere Geschehnisse des Tages unterhalten.“

Seine Frau bestätigt dies ihrem Mann und sagt. „Für solche Anlässe habe ich immer Vollkornkuchen eingefroren, den ich dann auftauen kann, während mein Mann badet.“

Ich wende mich an das Elternpaar und erwidere: „Ihr Verhalten zeigt deutlich, dass Sie eine gute Beziehung zueinander haben, da Sie ihre Frau über die Vorkommnisse informieren, sich selbst dann quasi beim Joggen austoben und sich dann wieder gemeinsam zu Kaffee, Tee und Vollkornkuchen in guter Stimmung zusammensetzen.“
Die Mutter antwortet: „Obwohl mein Mann keine genauen Angaben machen kann, wie lange es dauert bis er beim Joggen wieder in eine gute Stimmung kommt, kann ich einfach aus meinen bisher gemachten Erfahrungen sagen, dass mein Mann circa 30 bis 60 Minuten joggt. Das ist ein überschaubarer Zeitraum. Außerdem entspannt sich mein Mann dann noch zusätzlich durch sein warmes Bad.“

Ihr Mann fügt hinzu: „Ja, wir haben schon unsere gewissen Gewohnheiten und können uns ganz gut einschätzen.“

Frau K. schaltet sich jetzt auch in das Gespräch ein: „Wenn wir mit Euch etwas besprechen, machen wir das auch in entspannter Stimmung bei Kaffee, Tee und Vollkornkuchen.“

Herr L. ergänzt: „Auch wir haben viele Verhaltensweisen, die für unsere Beziehung gut sind und haben jetzt durch die Familientherapie noch einige neue Verhaltensweisen gelernt. Auch ich habe erst richtig in der Familientherapie gelernt, dass ich meine Angelegenheiten viel besser in einer ruhigen, entspannten Stimmung besprechen kann.“

Frau K. sagt: „Ich habe in der Familientherapie gelernt, dass ich auch meine Schulerlebnisse, d.h. schwierige Situationen, die ich mit Schülern in meinem Schulalltag erlebe, mit Dir besprechen kann ohne, dass es dich belastet. In der Familientherapie lernen wir alle neue Verhaltensweisen, die wir zu unseren erfolgreich erprobten Verhaltensmustern hinzufügen.“

Herr L. antwortet: „Wir haben ja schon viel Übung, wie wir unseren Frust abbauen können, den wir außerhalb unserer Familie abbekommen, um wieder in eine gute Stimmung zu kommen.“ Er lacht und sagt: „Seit ich diese Arbeitsstelle nicht mehr habe, haben wir wieder ein ausgewogeneres Verhältnis. Jetzt unterstützen wir uns wieder gegenseitig.“

Frau K. lacht auch und sagt: „Ja, das stimmt. Wir haben aber auch unsere Verhaltensweisen, wie wir uns gegenseitig vom Frust befreien können. Viel reden und schöne gemeinsame Erlebnisse versetzen uns in eine gute Stimmung und stärken unsere Beziehung. Natürlich hat auch jeder von uns beiden seine eigenen Vorgehensweisen, um den Frust abzubauen und die Stimmung zu verbessern.“

Herr L. erwidert: „Ja, ich höre z.B. gerne Musik. Da kann ich mich gut entspannen. Wir hören beide gerne Musik und wir tanzen auch gerne. Das machen wir nicht nur, um uns in eine gute Stimmung zu versetzen, das ist einfach ein gemeinsames Hobby von uns.

Wir gehen auch gerne spazieren. Durch die Bewegung kommen wir automatisch in gute Laune. Joggen ist uns zu langweilig. Wir haben da einfach kreativere Möglichkeiten der Bewegung als Hobby. Außerdem machen uns diese Hobbies auch Spaß und deshalb freuen wir uns darauf und unternehmen viel im sportlichen Bereich. Unsere Hobbies machen wir mit Freude. Wir verbinden den Sport nicht mit Stress, sondern sehen Sport als einen schönen Freizeitausgleich, der uns in eine gute Stimmung versetzt und auch noch positive gesundheitliche Effekte hat.

Beim Schwimmen entspannen wir auch gut und die Sonne hellt zusätzlich noch unsere Stimmung auf. Am Strand liegen, etwas Interessantes lesen oder sich unterhalten und leise Musik dabei hören, tut uns auch richtig gut.

Wir haben sehr viele gemeinsame Interessen und Hobbies, die uns Spaß machen. All diese Dinge, die ich bisher aufgezählt habe, können wir gemeinsam oder auch alleine unternehmen.“

Frau K. fügt hinzu: „Ja, wir gehen auch gerne zusammen shoppen und anschließend zum Essen. Da können wir uns auch gut unterhalten. Wir haben ganz viele Ideen.

Ich glaube, da kann ich jetzt für uns beide sprechen, das Beste ist sich miteinander gut zu unterhalten und aufeinander einzugehen.

Bei unseren guten Unterhaltungen ergeben sich auch immer ganz tolle Lösungen. Wir ergänzen uns einfach richtig gut. Einer von uns hat eine gute Idee, der andere geht darauf ein. Im Laufe des Gespräches entsteht eine gute Lösung für uns beide, da wir beide unsere Ideen einbringen.“

Herr L. stimmt seiner Partnerin zu.

Ich sage zu den Familienmitgliedern: „Bei dieser Übung sind Sie ein gut eingespieltes Team. Sie haben die besprochene Theorie auch schon erfolgreich in der Praxis erprobt. Sie haben sich auch gegenseitig bestätigt, dass ihre Vorgehensweisen in dieser Situation für Sie gut sind.

Um jetzt einen Schritt weiter zu gehen, stelle ich Ihnen die Frage, wie gehen Sie mit Frustrationen um, die in der Familie oder mit ihrem Partner entstanden sind. Trotz ihren guten Beziehungen zueinander, können kurzfristig auch einmal Unstimmigkeiten entstehen.“

Wir haben sehr viele gemeinsame Interessen und Hobbies, die uns Spaß machen. All diese Dinge, die ich bisher aufgezählt habe, können wir gemeinsam oder auch alleine unternehmen.“

Herr L. antwortet: „Ich kenne diese Situation recht gut. Steht einer von uns oder sogar beide Partner unter Stress, reagieren wir ganz anders. Sind wir beide gestresst, reden wir erst, wenn wir beide wieder ausgeglichen sind. In diesem Fall, wenn wir beide genervt sind, ist es besonders wichtig zuerst für sich etwas zu tun, um wieder auf ein gutes emotionales Level zu kommen. Ich werde eine der vorhin aufgezählten Aktivitäten unternehmen und meine Partnerin informieren, wenn ich mich wieder ausgeglichen fühle.

Ist nur einer von uns gestresst, hilft es uns miteinander darüber zu reden. Sich einfach den Stress von der Seele zu reden. Oft ergibt sich aus unserem Gespräch auch eine gute Lösung.“

Frau K. ergänzt ihren Partner: „Wir hatten einmal diese Situation, in der wir uns beide sehr gestresst gefühlt haben und unser Gespräch zu Meinungsverschiedenheiten geführt hat. Wir haben das Gespräch unterbrochen und uns beide für einen Spaziergang entschieden. Wir sind uns dann nach circa 20 Minuten am See begegnet. Wir sind direkt aufeinander zugelaufen. Wir fanden dies so lustig, dass wir uns lachend in die Arme genommen haben.“

Herr L. entgegnet seiner Partnerin: „Wir haben uns umarmt und sind gemeinsam nach Hause gelaufen. Auf den Weg nach Hause haben wir in entspannter Stimmung unser Missverständnis in einem ruhigen ausführlichen Gespräch geklärt. Wir haben uns auf eine Bank gesetzt und dann freundlich und nett miteinander geredet bis wir eine einvernehmliche Lösung gefunden haben, die für uns beide gut war. In einer entspannten Stimmung können wir beide gut aufeinander eingehen und Kompromisse finden, mit denen wir beide glücklich und zufrieden sind. Nachdem wir eine einvernehmliche Lösung gefunden haben, sind wir abends zum Essen gegangen, um den Abend richtig schön ausklingen zu lassen.“

Frau K. antwortet: „Wir haben gemeinsam das Haus verlassen, uns kurz verabschiedet und sind in entgegengesetzte Richtungen gelaufen. Wir sind uns nach relativ kurzer Zeit wieder richtig in die Arme gelaufen. Ich habe diese Situation reflektiert. Kommt es in unserer Beziehung zu einem Konflikt, verläuft es immer nach diesem Muster. Kurz sauer sein, sich wieder durch entspannende Aktivitäten beruhigen und dann kommt recht schnell wieder das gegenseitige Einlenken, Verstehen und Versöhnen. Wir wollen uns beide wieder schnell versöhnen.“

Herr L. fügt hinzu: „Ja, wir wissen beide, dass uns unsere Beziehung sehr viel bedeutet. Wir wollen unsere Zeit nicht durch unnötige Streitereien verplempern. Kommt es doch zu einem Missverständnis oder Streit, können wir beide unseren Anteil daran erkennen und auch zugeben. Eine Versöhnung fängt bei uns mit einem gegenseitigen „Sorry“ an. Ich reflektiere die Situation, wenn ich mich wieder ausgeglichen fühle, z. B. beim Spazieren gehen.“

Frau K. sagt: „Das mache ich auch so. Zuerst sorge ich für meine emotionale Ausgeglichenheit, anschließend reflektiere ich die Situation.“

Herr L. ergänzt: „Da wir beide schon, jeder für sich, die Situation reflektiert haben, können wir beide mit einem gewissen Abstand zu unserer Meinungsverschiedenheit anschließend darüber diskutieren und eine einvernehmliche Lösung finden.“

Ich sage zu dem Paar: „Sie können richtig gut eine Meinungsverschiedenheit in eine anschließend folgende einvernehmliche Lösung verwandeln, da Sie sich ein sehr gutes Verhaltensmuster für diese Situationen erarbeitet haben.

Bevor ihre Meinungsverschiedenheit zu einem Streit eskaliert, gehen Sie aus der Situation heraus, indem Sie die Diskussion unterbrechen. Anschließend baut jeder für sich seine negativen Emotionen ab und reflektiert dann über den Auslöser ihrer Meinungsverschiedenheit. Das sind gute Voraussetzungen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Durch ihr gegenseitiges „Sorry“ signalisieren Sie sich, dass Sie beide ihren Anteil zum Streitgespräch beigetragen haben. So entsteht wieder eine entspannte, nette Stimmung zwischen Ihnen, in der Sie aus einer gewissen inneren Distanz zur Meinungsverschiedenheit, ihr Problem wieder freundlich und sachlich besprechen können. Durch ihre Bereitschaft aufeinander einzugehen und Kompromisse zu schließen, gelingt es Ihnen eine einvernehmliche Lösung zu finden, mit der Sie sich beide glücklich und zufrieden fühlen, weil Sie sich beide damit gut identifizieren können.

Sie haben zusätzlich noch das Glück, dass Sie sich beide schnell wieder versöhnen möchten. Bei Ihnen gelingt die Versöhnung innerhalb ganz kurzer Zeit. Nach ihren eigenen Angaben haben Sie sich innerhalb von 20 bis 30 Minuten emotional ausgeglichen, können wieder versöhnt und offen aufeinander eingehen und können dann ihr Gespräch fortsetzen. Sie ergänzen sich in sehr vielen Beziehungen richtig gut.“

Frau K. und Herr L. umarmen sich kurz und sagen beide übereinstimmend: „ja, wir möchten unsere gute Beziehung zueinander gemeinsam genießen und uns gegenseitig in schwierigen Situationen helfen, Wir möchten uns auch gegenseitig motivieren. Wir haben schon einige schwierige Situationen gemeinsam gut gelöst. Eine der wichtigsten Bestandteile unserer Beziehung ist, dass wir wirklich wissen, wir können uns in schwierigen Situationen 100 % aufeinander verlassen.“
Mit dieser abschließenden Feststellung des Paares beenden wir die heutige Familientherapiesitzung und vereinbaren einen neuen Termin, da die Familie einstimmig beschlossen hat, dass sie weiterhin eine Begleitung durch meine familientherapeutischen Sitzungen möchte.
Hier gelangen Sie zu meinem Beratungsangebot Familientherapie

Interessieren Sie sich für den ganzen Therapieverlauf des Paares Frau K. und Herrn L. und den Eltern von Herrn L., können Sie dies in den folgenden Kapiteln nachlesen.

 

Kapitel 1

Lösungen durch eine Kombination aus Paartherapie und Familientherapie erhalten

Wie Sie einvernehmliche Lösungen und eine gute, glückliche Beziehung für ihren neuen Lebensabschnitt durch eine Kombination aus Paartherapie und Familientherapie finden

 

Kapitel 2

Paartherapie und Familientherapie helfen Ihnen eine gute Kommunikation miteinander zu führen

So können Sie miteinander einvernehmliche Lösungen in einem ruhigen, entspannten Dialog finden

 

Kapitel 3

Durch Familientherapie erhalten Sie gute Lösungen, die ihre ganze Familie betreffen

Familientherapie führt zu guten Beziehungen miteinander und bringt Entspannung in ihr Familiensystem

 

Kapitel 4

Durch Familientherapie können Sie ihr Familiensystem stärken

Wie Sie durch ein verständnisvolles Miteinander, die in der Familientherapie besprochenen Lösungen gut verwirklichen können

 

Kapitel 5

Durch Familientherapie lernen, wie Sie Frustrationen, Ärger oder Verstimmungen abbauen können ohne andere Familienmitglieder zu belasten

Wie Sie sich wieder in eine gute Stimmung versetzen können ohne Missverständnisse bei ihrem Partner oder anderen Familienmitgliedern auszulösen

 

Kapitel 6

Wie sich eine Familientherapie auch positiv auf ihre Paarbeziehung auswirkt

Nach Absprache mit der ganzen Familie angestaute Themen mit dem Paar in der Paartherapie lösen

 

Kapitel 7

Durch Familientherapie lernen, wie Sie Frustrationen, Ärger oder Verstimmungen abbauen können ohne andere Familienmitglieder zu belasten

Wie Sie sich wieder in eine gute Stimmung versetzen können ohne Missverständnisse bei ihrem Partner oder anderen Familienmitgliedern auszulösen

 

 

Die Familienhilfe24 aus Weinheim befindet sich in Baden-Württemberg, nahe der Städte Heidelberg und Mannheim. Der Einzugsbereich der Familienhilfe24 umfasst die Orte: Birkenau, Viernheim, Hemsbach, Laudenbach, Heppenheim, Bensheim, Heddesheim, Ladenburg, Schriesheim, Frankenthal, Mörlenbach. Heidelberg , Mannheim, Mosbach, Worms, Bürstadt, Schriesheim, Lorsch, Wald-Michelbach, Ludwigshafen am Rhein, Schwetzingen, Rheinau, Frankenthal, Ladenburg, Lampertheim, Brühl, Oftersheim, Ketsch, Mannheim und Speyer

Mein Name ist Terry Ann Larsen. Ich bin Diplom Sozialarbeiterin (FH) und Familientherapeutin (IGST)

Erfahrungen & Bewertungen zu Terry Ann Larsen

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