Authentisches Verhalten bei Schülern in individuellen Situationen

So werden Sie durch freundliches, erklärendes, authentisches Verhalten respektiert

Frau K. und Herr L. sagen mir gleich nach unserer Begrüßung, dass sie viel über ihre letzte Paartherapie gemeinsam reflektiert haben.

„Die Zeit zwischen unseren beiden Paartherapiesitzungen haben wir für viele, gute, ausführliche Gespräche genutzt.“ sagt Frau K. und Herr L. ergänzt: „Meine Eltern haben uns bei einem guten Essen, zu dem sie uns eingeladen haben, gesagt, dass wir jetzt wieder eine richtig glückliche Familie sind. Wir sind alle gesundheitlich fit und fühlen uns wohl. Außerdem verstehen wir uns untereinander und miteinander wieder richtig gut.“

Ich erwidere: „Schön, dass auch ihren Eltern die positiven Veränderungen auffallen. Ich freue mich, dass Sie sich alle richtig gut verstehen. Nach dieser positiven Rückmeldung können wir uns jetzt gleich unserem für heute geplanten Thema zuwenden, wenn Sie beide keinen anderen, aktuellen Klärungsbedarf haben.“

Das Paar antwortet mir, sie wollen gleich in das Thema einsteigen, da ihre Beziehung zueinander jetzt sehr gut ist. Ich beginne die Paartherapie, indem ich Frau K. die Frage stelle: „Wie würden Sie jetzt aus der, in unserer letzten Therapiesitzung erarbeiteten Perspektive, das Gespräch mit dem Schüler weiterführen?“

Frau K. überlegt kurz: „Ich war überrascht, dass mein Gespräch mit dem sehr strengen Kollegen an der Schule, ein interessantes Gesprächsthema auch bei Schülern war. Ich habe unsere Unterhaltung nicht als so weltbewegend bzw. schullbewegend, empfunden.“

Ich entgegne Frau K.: „Ihr Wortspiel mit weltbewegend und schulbewegend finde ich sehr gut.

 Ihre Antwort auf meine Frage spiegelt nicht ihr selbstbewusstes, erfolgreiches, authentisches Verhalten wider, das Sie bei ihrem Gespräch mit dem strengen Kollegen angewandt haben. Sie spielen mit dieser Antwort das „Ereignis“ richtig herunter und stellen ihren souveränen, selbstbewussten Auftritt in Frage. Ihre Antwort löst bei mir das Gefühl aus, dass Sie Lob schlecht annehmen können.“

Frau K. sagt: „Ich kann Lob gut annehmen, was ich bei meinen Kollegen, in Bezug zu meinem Gespräch mit dem sehr strengen Lehrer, auch erfreut und gerne gemacht habe.

Ich kann mit der Situation nicht umgehen von Schülern Lob zu erhalten und anzunehmen. Ich bin es gewohnt, dass ich Schüler lobe und nicht umgekehrt. Ich habe mich gefreut, kann meine Freude darüber aber nicht bei dem Schüler äußern.“

Ich antworte Frau K.: „Jetzt kommen wir ihrer Unsicherheit auf die Spur. Hatten Sie in diesem Moment das Gefühl mit vertauschten Rollen zu handeln?

Unter vertauschten Rollen verstehe ich in dieser Situation folgendes: normalerweise loben Sie ihre Schüler, jetzt hat ein Schüler Sie gelobt. Ich bin der Auffassung, dass es gut ist, wenn Lehrer ihre Schüler loben, da Lob die Schüler motiviert. Soweit sind wir einer Meinung.

Ich vertrete die Auffassung, dass Schüler auch ihre Lehrer loben dürfen, bzw. ihren Lehrern sagen dürfen, wenn die Lehrer etwas gut gemacht haben.

Um diese Situation für Sie emotional zu entwirren, möchte ich Ihnen beiden eine Aufgabe stellen. Wie hätten Sie sich gefühlt, wenn ich, statt mich über ihr positives Feedback richtig ehrlich zu freuen, gesagt hätte, das ist meine Arbeit.“

Herr L. erwidert spontan: „Ich wäre enttäuscht gewesen, weil ich das Lob ganz ehrlich gemeint habe.“

Frau K. antwortet mir: „Ich hätte meine Emotionen nicht mehr so offen sagen können, da ich das Gefühl hätte nur eine Nummer zu sein und nicht als Mensch mit Emotionen wahrgenommen zu werden.“

Ich entgegne beiden: „Genau das ist der springende Punkt. Um eine Therapie erfolgreich abschließen zu können, soll der Umgang zwischen Klienten und Therapeuten offen, ehrlich und vertrauensvoll sein.“

Frau K. sagt erleichtert: „Jetzt ist der Groschen bei mir gefallen. Ich kann diese Übung auf meine Schulsituation übertragen.

Ich kann mich über das Lob eines Schülers ehrlich, meinem Gefühl entsprechend, freuen, mich dazu äußern und mich auch dafür bedanken. Ich kann in dieser individuellen Situation authentisch handeln.“

Ich erwidere: „Genau so können Sie in ähnlichen Situationen ab jetzt handeln. Sie haben beide gesagt, dass Sie ihre Schüler nicht wie eine Nummer behandeln möchten, sondern als Menschen mit Emotionen wahrnehmen. Es ist für Schüler motivierend von ihrem Lehrer als Mensch gesehen zu werden. Durch diese Verhaltensweise wird auch die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern verbessert.“

Frau K. und Herr L. erwidern beide: „Wir nehmen unsere Schüler als Menschen mit Emotionen wahr und gehen gefühlvoll und erklärend auf unsere Schüler ein.“

An Frau K. gewandt füge ich noch hinzu: „Sie hätten ihren Emotionen entsprechend antworten können: „Danke, das freut mich.“ und anschließend zu ihrem Klassenzimmer laufen.

Durch ihr Lächeln hat der Schüler eventuell auch schon mitbekommen, dass Sie sich freuen. In dem Moment, in dem Sie lächelnd zu ihrem Klassenzimmer gelaufen sind, haben Sie sich wirklich authentisch verhalten.“

Herr L. sagt zu seiner Partnerin: „Ich habe zu dir gesagt, dass Du Dich authentisch verhalten hast, weil du gelächelt hast.“ Frau K. antwortet: „Darüber habe ich mich sehr gefreut. Deine Meinung zu diesem Thema hat mich in diesem Moment richtig aufgebaut.“

Ich bringe mich wieder in das Gespräch ein und stelle die Frage: „Wie fühlen Sie sich bei der heute erarbeiteten Lösung?“ an Frau K.

Frau K. erwidert: „Nachdem wir heute in der Paartherapie meine Emotionen entwirrt haben, fühle ich mich jetzt richtig gut mit dieser Lösung. Sie entspricht auch meinem authentischen Verhalten.“

Ich sage abschließend: „In einer Schule soll nicht das Gefühl entstehen, dass es zwei Teams gibt. Das eine Team aus Lehrern besteht und das andere Team die Schüler sind und Lehrer gegen Schüler spielen. Viel besser ist es, wenn Sie das Schulsystem aus der Perspektive betrachten, dass die Lehrer die Trainer sind und sie gemeinsam mit den Schülern das bestmögliche Ergebnis erreichen möchten.

Ich habe jetzt einfach ein Beispiel aus dem sportlichen Bereich gebracht. Dieses Beispiel trifft auf Fußballmannschaften, alle Mannschaftssportarten und überhaupt auf alle Sportarten zu. Da viele Kinder und Jugendliche sportlich engagiert sind, können sie dieses Beispiel auch ohne viele Erklärungen gut nachvollziehen.“

Frau K. und Herr L. sind beide von meinem Beispiel begeistert. Frau K. sagt: „Ihr Beispiel aus dem Sport ist echt toll. Es bestärkt mich auch zusätzlich noch, mich 100 % für mein freundliches, erklärendes, authentisches Verhalten bei Schülern zu entscheiden.“

Herr L. fügt hinzu: „Jetzt entscheiden wir uns beide für unser authentisches Verhalten bei Schülern.“

Ihr Beispiel trifft auch auf Familientherapie und Paartherapie zu. Wir sind ein Team.  Sie sind unsere Therapeutin und wir erarbeiten mit Ihnen individuelle Lösungen, mit denen wir uns beide wohlfühlen.“

Ich erwidere Herrn L.: „Ja, genau das ist die Voraussetzung für Paare und Familien eine Therapie erfolgreich abzuschließen.“ Frau K. stimmt uns zu.

Ich sage: „Da wir jetzt eine gute Lösung für Sie erarbeitet haben, können wir die heutige Therapiesitzung beenden.

Sie können die Lösung bis zu unserem nächsten Termin in der Praxis erproben und mir bei der nächsten Paartherapie ein Feedback geben, wann und wie Sie die heute theoretisch besprochene Lösung in ihren Schulalltag einbringen.“

Bei der nächsten Paartherapie erfahren Sie, wie das Paar, ihre mit mir in der Paartherapie erarbeiteten Lösungen, in ihrem Alltag umsetzt.

Hier gelangen Sie zu meinem Beratungsangebot Eheberatung / Paartherapie

Interessieren Sie sich für den ganzen Therapieverlauf des Paares Frau K. und Herrn L. und den Eltern von Herrn L., können Sie dies in den folgenden Kapiteln nachlesen.

 

Kapitel 1

Lösungen durch eine Kombination aus Paartherapie und Familientherapie erhalten

Wie Sie einvernehmliche Lösungen und eine gute, glückliche Beziehung für ihren neuen Lebensabschnitt durch eine Kombination aus Paartherapie und Familientherapie finden

 

Kapitel 2

Paartherapie und Familientherapie helfen Ihnen eine gute Kommunikation miteinander zu führen

So können Sie miteinander einvernehmliche Lösungen in einem ruhigen, entspannten Dialog finden

 

Kapitel 3

Durch Familientherapie erhalten Sie gute Lösungen, die ihre ganze Familie betreffen

Familientherapie führt zu guten Beziehungen miteinander und bringt Entspannung in ihr Familiensystem

 

Kapitel 4

Durch Familientherapie können Sie ihr Familiensystem stärken

Wie Sie durch ein verständnisvolles Miteinander, die in der Familientherapie besprochenen Lösungen gut verwirklichen können

 

Kapitel 5

Durch Familientherapie lernen, wie Sie Frustrationen, Ärger oder Verstimmungen abbauen können ohne andere Familienmitglieder zu belasten

Wie Sie sich wieder in eine gute Stimmung versetzen können ohne Missverständnisse bei ihrem Partner oder anderen Familienmitgliedern auszulösen

 

Kapitel 6

Wie sich eine Familientherapie auch positiv auf ihre Paarbeziehung auswirkt

Nach Absprache mit der ganzen Familie angestaute Themen mit dem Paar in der Paartherapie lösen

 

Kapitel 7

Durch Familientherapie lernen, wie Sie Frustrationen, Ärger oder Verstimmungen abbauen können ohne andere Familienmitglieder zu belasten

Wie Sie sich wieder in eine gute Stimmung versetzen können ohne Missverständnisse bei ihrem Partner oder anderen Familienmitgliedern auszulösen

 

Kapitel 8

Durch Paartherapie oder Familientherapie ihre eigene Identität im Beruf finden trotz des gleichen Studiums

Wie Sie ihr Berufsleben authentisch gestalten, gleichzeitig eine gute Beziehung und ein glückliches Familienleben führen

 

Kapitel 9

Paartherapie unterstützt Sie mit einem guten Selbstwertgefühl authentisch zu sein

Wie Paare authentisch und selbstbewusst aufeinander eingehen können

 

Kapitel 10

So können Sie mit Paartherapie ihr Selbstbewusstsein zum authentischen Verhalten optimieren

Wie Sie gegenseitig ihr Selbstbewusstsein stärken und was Sie selbst zu ihrem guten Selbstwertgefühl beitragen können

 

Kapitel 11

Wie authentisch können Sie sich nach dieser Paartherapiesitzung bei Kollegen verhalten?

Wieviel Spielraum für ihr authentisches Verhalten haben Sie bei ihren Schülern?

 

Kapitel 12

Authentisches Verhalten oder diplomatische Vorgehensweise?

Für welche der beiden Verhaltensweisen entscheiden Sie sich vor der nächsten Paartherapie und wie nach der Paartherapie?

 

Kapitel 13

Authentisches Verhalten bei Schülern in individuellen Situationen

So werden Sie durch freundliches, erklärendes, authentisches Verhalten respektiert

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Mein Name ist Terry Ann Larsen. Ich bin Diplom Sozialarbeiterin (FH) und Familientherapeutin (IGST)

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